Oktober 18, 2013

Anstellen an der Kasse = Parkplatzsuche im Prenzlauer Berg, Kassenknigge III

Heute mal wieder eine "Kassengeschichte". Vielleicht erinnert sich noch jemand an die andere "Stäbchengeschichte".
Nun denn, heute war es mal wieder soweit...
Ich hatte also beschlossen, bereits nach 18 Uhr, mit den beiden Kindern kurz einkaufen zu gehen. In den Supermarkt um die Ecke. Einkaufswagen standen nicht mehr bereit. Wohl alle in Betrieb. Also gingen wir zu Fuss.
Durch den Laden durch betraten wir den Kassenbereich. 6 Kassen waren geöffnet, an jeder eine Schlange von vielleicht 3 bis 4 Wartenden mit Wagen. Wir mitten drin!
Neben unserer Kasse an der wir anstanden, war eine Kasse mit Kassiererin besetzt, aber das Lämpchen leuchtete nicht. Das Lämpchen mit der Nummer drauf das signalisiert: Kasse offen.
Eine ungeduldige Dame in der Blüte des Lebens mit ihrem, den voll gefüllten Einkaufswagen schiebenden Ehemann im Anhang, ging zu der Kasse und erkundigte sich, ob diese Kasse denn geöffnet hätte. Die Kassiererin teilte darauf hin laut mit, sie hätte gerade angefangen und die Kasse geöffnet. Der junge Mann hinter mir, nur drei Ausfallschritte vom Band entfernt liess mich gleich vor. "Sie haben ja nicht soviel." Stimmt. Ich hatte mir einen kleinen Pappkarton genommen und mit 7 Sachen gefüllt.
Die blühende Dame jedenfalls sah das anders! Sie ging die drei Schritte zurück, und stellte sich mehrfach meinem 2 jährigen Sohn, der sich freute seine Bärchenleberwurst auf das Band legen zu können, mehrfach in den Weg. Denn sie wollte den Platz in der noch nicht vorhandenen Schlange für ihren Mann freihalten, der sich seinen Weg bereits durch 2 Schlangen mit dem vollen Einkaufswagen bahnte, auf dem Weg zu ihr. Da stand ich nun mit meinem Pappkarton, gefüllt mit Siebensachen, Kind B die Leberwurst hochhaltend auf das Band zu laufend, und Madame Klatschmohn mit ihrem roten Pullover versperrte immer wieder Kind B den Weg.
Ich fragte sie daraufhin, mehr oder weniger höflich, ob sie mich denn nicht vorlassen könnte, schliesslich hätte ich ja nicht soviel.
Davon abgesehen, brauchte ihr Mann ja auch noch, bis er sich seinen Weg zu ihr gebahnt hatte...
Sie blaffte mich nur an: "Dann hätte mein Mann ja auch gleich da stehenbleiben können!"
Ja genau... dachte ich mir.
Mit diesem Verhalten, hätte sie nicht mal Anspruch auf einen Parkplatz im Prenzlauer Berg, wenn man endlich einen hat! Denn den Anspruch auf einen Parkplatz hat man nur dann, wenn man mit dem Fahrzeug den Einparkvorgang bereits begonnen hat, oder mit dem Kfz dieses signalisiert, dass man einparken will. Das Abstellen der Ehefrau in der Parklücke allein, erfüllt die Anforderungen auf den Anspruch des Parkplatzes nicht.
Der andere nette junge Mann vor mir hat übrigens ein Stäbchen hingelegt, wo ich nicht rankam, damit Kind B seine Bärchenleberwurst, die er durch den ganzen Supermarkt getragen hat, eeeeendlich auf das Band legen kann.
Die Blume ihres Lebens hat mich übrigens nicht mehr angeschaut. Oder angesprochen. Hätte sie mal, ich mag ja solche Diskussionen an der Kasse! Und schaue den Leuten dabei auch gern ins Gesicht und sage ihnen meine Meinung. Denn was gar nicht geht, ist dieses Tottern auf Abstand. Wenn sich die Leute in quasi Sicherheit wiegen, weil der Verursacher eines Übels schon zwei Meter weg ist. Ich gebe zu: ich gehe dann auch mal zurück und frage, was ich falsch gemacht habe ;-)

Ein schönes Wochenende!
Und nicht vergessen: Der letzte legt das Stäbchen hin ;-)

Kommentare:

  1. ach ja. Ommas, Supermärkte und überhaupt.Am schönstes ist es ja auch, wenn sie dir sooo dicht an den Hacken fahren, das sie dich locker als Ware in den Wagen verfrachten könnten oder keine Distanz kennen und der Atem dir im Nacken pfeift. Bäh. Da werd ich zum Menschenfeind schlechthin.
    Liebe Grüße!

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  2. LOL....toller post! ich mag ja auch am liebsten die rentner, die abends, wenn ich endlich feierabend habe, durch den supermarkt schleichen....und die regale blockieren weil sie sich nicht entscheiden können :(
    lg mickey

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  3. Haha... Genau! Schleichen... Das sind auch diejenigen, die sich am lautesten "flüsternd" aufregen, wenn ich mit meinen zwei Kindern im Einkaufswagen da durch rausche. Ach wie schön...

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  4. Bin eben über deinen netten Kassenbericht gestolpert, ja Begegnungen dieser besonderen Art sind mir auch bekannt. Menschen die ihre Einkaufswagen mit und ohne Partner schon mal zum anstellen vor der Kasse abstellen, um dann noch dies und das einzukaufen gehören auch zu deiner beschriebenen Gattung.....
    Danke für diesen netten Bericht.
    LG
    Elewin

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Vielen Dank für das Lesen, auch für einen Kommentar.