Mai 18, 2013

je kleiner desto rüpelhafter?!

Während ich entspannt mit meinem Familienauto deutschen Herstellers durch die grosse Stadt kurve, fiel mir neulich etwas auf.
Mir kommt es vor, dass die Autofahrer an Tagen mit hellem warmen Sonnenschein ihre guten Manieren und das Wissen um den Inhalt der StVO und des StVG vergessen. Die meisten jedenfalls. Nun an diesem besagten Tag jedoch regnete es, und trotzdem mehrten sich Vorfälle mit Kleinstwagen die mich an meiner Sichtbarkeit zweifeln ließen. Kleine Kleinwagen. Ein alter beuliger Fiesta, oder ein Opel A oder ein alter Renault. Die Wagen waren klein, leicht rostig und/ oder beulig. Und am Steuer immer ein Kerl bei halb heruntergekurbeltem (man könnte meinen Kurbelfenster seien seit der Abwrackprämie ausgestorben) Fahrerfenster, aus dem Muff und Mief der Jahrzehnte und Zigarettenrauch ihren Weg ins Freie suchten, und Fluppe im Mundwinkel.
Sie sprangen von Lücke zu Lücke mit überhöhter Geschwindigkeit ohne einen Blinker zu betätigen oder auf Fahrzeuge rechts und links neben ihnen zu achten, und davor und dahinter. Schnitten, nötigten, übersahen, um an der nächsten roten Ampel doch wieder vor oder neben mir zu stehen.
Und je kleiner das Auto war, um so rüpelhafter das Fahrverhalten.
Ich gebe zu, mir drängt sich schlichtweg das Klischee auf, dass Grösse eben doch entscheidend ist und mit dem Fahrstil versucht wird, die nicht vorhandene Grösse des Automobils zu kompensieren. Mit dieser Erkenntnis war, und wird es mir auch weiterhin, eine Freude sein, das Rennen um den ersten Platz an der nächsten roten Ampel zu verfolgen...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank für das Lesen, auch für einen Kommentar.