Februar 20, 2012

Wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer mehr...

Doch. Das Meer fehlt mir am meisten. Fast fünf Wochen war es immer präsent. Egal wo man sich auf der Insel befand, man konnte es fast immer sehen. Selbst oben in den Bergen im Dschungel. Irgendwo leuchtete immer das wundervolle blau oder türkis durch. Oder man hörte es.
Jetzt schaue ich aus dem Fenster und sehe Häuserwände. Straßen, Häuser, kahle Bäume... das Grün fehlt mir auch. Man steht immer irgendwie im Zigarettendunst. An der Ampel, am Spielplatz, auf dem Parkplatz. Irgendwo steht immer irgendjemand uncool mit Zigarette rum. Soviel geraucht wurde dort nicht. Schon garnicht hektisch unterwegs. Entspannt im Sitzen, bei Bier oder Kaffe oder nach einem leckeren Curry. Aber abgehetzt auf dem Weg zur oder von einem ÖPNVMittel? Nein.

Seven eleven then left.
Leider nicht. Hier braucht man ne Münze für den Einkaufswagen. Oder für den Gepäckwagen. Auf keinem Flughafen brauchte man eine Münze. In Deutschland angekommen warten brav in Reih und Glied geparkt die Gepäckwagen am Flughafen, direkt neben dem Gepäckband, noch vor dem Zoll, und können nur mit einer Münze bewegt werden. Willkommen in Deutschland.

Das Meer fehlt mir. Und die Leichtigkeit des in den Tag hinein Lebens. Das angenehme Tragen der FlipFlops. Eine Umgewöhnung, nach über fünf Wochen plötzlich wieder richtige Schuhe tragen zu müssen.
Was mir nicht fehlt ist der Sand. Er war immer da und überall. In den Sachen, darauf und dazwischen, im Bett und in den Handtüchern, auf dem Kopf und hinter den Ohren.

Die Nähmaschine machte ich heute erstmals wieder an. Pauschebärs Hosen reparieren. Am Anfang fehlte mir das Nähen noch, während ich so im Wasser rumplantschte und mal dran dachte. Später nicht mehr.

Und wie so oft, wenn ich dort war, habe ich zu Hause wieder das Gefühl, hier falsch zu sein.

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