Oktober 13, 2011

Kaffeedilemma

Ein teurer Kaffeeautomat ist noch lange kein Garant für einen guten Kaffee. Auch kein teurer Kaffee. Wobei fraglich ist, ob all die kleinen Restaurants und Bäcker und Kaffeebars auch tatsächlich qualitativ hochwertigen Kaffee benutzen, oder stattdessen aus Kosten- und Gewinngründen lieber schlechteren und meist preiswerteren mit heissem Wasser malträtieren.
Ich spare mir meist die Bestellung eines Milchkaffees. Ich mag Kaffee, mit viel Milch, aber dieser Schaum obendrauf ist für mich eine unerwünschte und sinnlose Draufgabe. Aufgeschäumte Milch, gut. Aber nicht dieses Tassenfüllende Häufchen luftgeschwängerter Milch.
Neulich nun wagte ich wieder das Experiment der Milchkaffeebestellung und ging in die Löffelbar. Sah einladend aus, an diesem kalten Vormittag. Auch wegen der leckeren Kuchen und Tartes in der Auslage. Wer leckeren Kuchen backen kann, kann vielleicht auch guten Kaffee machen. So der Gedanke.
Aber Enttäuschung. Hätte ich einen doppelten Espresso mit Milch haben wollen, hätte ich den bestellt. Aber einen guten Espresso hinzubekommen, wenn man noch nicht einmal einen einfachen leckeren Kaffee machen kann; Auch gegen einen starken Kaffee mit Milch ist nichts einzuwenden. Aber ein starker Kaffee der bitter schmeckt mit Milch ist eklig.
Probieren die denn ihren eigenen Kaffee nicht? Ich habe hier meine Kaffeemaschine ausprobiert, wie ich was bei wie viel Kaffee einzustellen haben, damit er mir schmeckt. Wenn Kaffeebarsinhaber schon nicht in der Lage sind eine einfache Tasse guten Kaffee zu machen, brauchen sie mit dem Milchaufschäumen gar nicht erst anfangen. Schade um die Arbeit der Kaffeepflückerinnen...
Dann lieber einen gut gemachten Filterkaffee. Mit Milch.

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